Zähneputzen als Kinderspiel
 

Mundhygiene ist keine Quälerei, sondern ein vergnüglicher Spaß - Bringen Sie das Ihrem Nachwuchs bei. Dann hat Karies keine Chance

Kleine Kinder und Zähneputzen - das ist scheinbar wie Feuer und Wasser. Das erleben viele Eltern leidvoll, die ihre Sprösslinge allabendlich aufs Neue davon überzeugen müssen, wie wichtig und notwendig eine gute Mundhygiene für die Zahngesundheit ist. Den täglichen Ärger können Sie sich und Ihrem Nachwuchs jedoch ersparen:

Machen Sie Ihrem Kind von Anfang an das Putzen schmackhaft. Sorgen Sie dafür, dass es die Zahnreinigung nicht als Last, sondern als Lust empfindet: Machen Sie das Zähneputzen zu einem Spiel. Beginnen Sie damit, wenn die ersten Milchzähnchen herausgekommen sind.

  • Bringen Sie das Kind nicht ins Bad, sondern putzen Sie ihm die Zähne nach dem Essen, solange es noch vergnügt im Kinderstuhl sitzt, quasi als Nachtisch.
  • Verwenden Sie dazu eine spezielle Kinderzahnbürste und Kinderzahnpasta mit 0,05 Prozent Fluorid.
  • Nehmen Sie eine Zahnpastamenge, die der Größe des kleinen Fingernagels Ihres Kindes entspricht. So ist die Fluoriddosis dem Alter Ihres Sprösslings richtig angepasst.
  • Zuerst wird die Zahnpasta rundum auf die Zähne aufgetragen, danach wird geputzt, und zwar nach der "KAl-Methode". KAI steht für Kaufläche, Außen, Innen. Sie beginnen von hinten nach vorne die Kauflächen der Zähne zu putzen. Danach kommen die Außenseiten der Zähne dran, wieder ganz systematisch von hinten nach vorne, rechts und links, unten und oben. Dabei kreisen Sie mit der Bürste. Zum Abschluss werden ebenso gründlich die Zahn-Innenseiten gereinigt.

Für kleine Kinder ist das ein lustiges und unterhaltsames Spiel, sie tasten danach mit ihren Händen im Mund herum und befingern vergnügt ihre Zähne. Das übliche Ausspülen mit Wasser ist übrigens nicht nötig, sagen Zahnmediziner. Es ist sogar gut, wenn die Zahnpasta nach dem Putzen noch eine Zeit im Mund bleibt, weil dann das schützende Fluorid länger einwirken kann. Wird die tägliche Mundhygiene spielerisch erlernt, lässt sich Ihr Kind auch später ohne Probleme die Zähne reinigen, oder, etwa ab dem sechsten Lebensjahr, ganz selbstverständlich und regelmäßig von sich aus nach den Mahlzeiten zur Zahnbürste greifen.

Zahnpflege darf niemals eine Strafe sein

Eins jedoch sollten Sie auf gar keinen Fall tun: Sagen Sie Ihrem Kind, wenn es unartig war, nie: "Jetzt gehst du die Zähne putzen und dann ab ins Bett!" Dann wird es die Zahnreinigung nämlich zwangsläufig als Strafe empfinden. Besser ist es, zu sagen: "Zur Strafe für Dein Verhalten darfst du heute nicht die Zähne putzen!" Dann erhalten Sie als Antwort: "Das ist gemein, ich will aber!" Und wenn Ihr Sprössling so reagiert, haben Sie das Ziel schon erreicht.