| Frühjahrsmüdigkeit | |
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Alle Jahre wieder überkommt mit dem ersten Frühlingsgrün viele Menschen eine bleierne Müdigkeit. Wer dazu lust- und antriebslos ist und am liebsten den halben Tag im Bett verbringen möchte, schiebt das gerne aufs Frühjahr. Was ist wirklich dran an der so genannten Frühjahrsmüdigkeit? Hat vielleicht unser Urinstinkt immer noch ein Restbewusstsein für einen notwendigen Winterschlaf, zu dem wir aber nicht mehr kommen? Oder fehlt unserem Körper irgendetwas, was ihn jetzt wieder aufbauen könnte? Die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit liegen medizinisch noch im Dunkeln. Nervensystem und Blutdruck unter Stress Nicht von der Hand zu weisen ist aber die Tatsache, dass sich unser Organismus genauso wie die Natur im Frühjahr umstellt. Grund dafür sind unter anderem die länger andauernden Tageslichtphasen, die mit hormonellen Veränderungen in unserem Körper einhergehen. Der ständige Wetterwechsel kann empfindliche Menschen dann noch zusätzlich belasten. Unser vegetatives Nervensystem wird durch Kälte und Wärme abwechselnd gereizt, wodurch sich die Blutgefäße abwechselnd weit und eng stellen. Dieser Reiz führt wiederum zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, mit denen der Körper fertig werden muss. Oft spielt der Blutdruck nicht mit. Er sinkt gleich beim Aufstehen "in den Keller", so dass es zu Kreislaufproblemen und morgendlichen Anlaufschwierigkeiten kommt. Viele Menschen haben auch noch mit den Folgen einer überstandenen Erkältung zu tun. Ihre Vitaminspeicher, vor allem an Vitamin C, sind durch diese Erkrankung gewissermaßen entleert, wenn Sie nicht entsprechend "nachgerüstet" haben. Ständiges Stubenhocken in dem zu Ende gehenden Winter hat uns faul und träge gemacht und auch unser Immunsystem auf Sparflamme laufen lassen. Nach drei Monaten wird's ernst Es gibt allerdings eine Art von Frühjahrsmüdigkeit, die Sie nicht allein mit gesunder Ernährung, Vitaminpräparaten, Medikamenten gegen zu niedrigen Blutdruck und täglicher sportlicher Betätigung in den Griff bekommen. Es gibt Menschen, die unter einer Art saisonaler Depression leiden. In den meisten Fällen hilft ihnen eine Lichttherapie beim Arzt mit speziellen Lampen, die das volle Spektrum des Tageslichtes abdecken. Den Betroffenen ist auf jeden Fall gut geraten, wenn sie täglich häufiger und länger draußen spazieren gehen. Besteht die chronische Müdigkeit aber weiter und mindestens über drei Monate, sollte unbedingt einen Arzt aufgesucht werden. Denn dahinter kann sich unter anderem auch eine Schilddrüsenerkrankung verbergen, eine Blutarmut, ein Eisenmangel, eine Herzschwäche, oder es kann erstes Anzeichen einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein. Schließt der Arzt diese Erkrankungen aus, muss an eine Schlafstörung gedacht werden, die dann ein Experte behandeln sollte. www.arztnetzberlin.de - Ärzte schnell und komfortabel finden |