Fit durch erholsamen Schlaf


Tiefer, erholsamer Schlaf ist keine Selbstverständlichkeit. Fast die Hälfte aller Deutschen klagt zumindest hin und wieder über Einschlaf- oder Durchschlafprobleme. Bei den wenigsten (ca. 6 %) liegt jedoch eine krankhafte Schlafstörung vor. Die meisten können selbst dazu beitragen, dass sie am Morgen ausgeruht und erholt aufwachen.

Schlaf ist nicht gleich Schlaf

Auf eine leichte Einschlafphase folgt normalerweise eine Tiefschlafphase, danach kommt die, Traumphase. Werden wir an der Tiefschlafphase oder der Traumphase gehindert, kommt es zu seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen bis hin zu Gesundheitsstörungen. Es kommt also weniger auf die Gesamtdauer des Schlafes an als vielmehr darauf, alle drei Schlafphasen mehrmals pro Nacht zu durchlaufen. Dass der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste ist, ist übrigens nicht erwiesen. Und ob Sie zu den "Lerchen", also Frühaufstehern, oder "Eulen", also Langschläfern und Nachtmenschen, gehören, ist nicht Gewohnheit, sondern genetisch bedingt.

Schlafen kann man lernen

Mitunter sind es Aufgaben und Dinge, die man noch erledigen wollte, die uns am Einschlafen hindern. Dagegen hilft ein einfaches Mittel: Notizblock neben das Bett legen und aufschreiben, was man am nächsten Tag zu tun hat. Die Aufgaben sind so auf dem Papier festgehalten und der Kopf ist wieder frei. Lassen Sie den Tag vor dem Schlafengehen in aller Ruhe Revue passieren. Entspannen Sie sich mit einem guten Buch oder gehen Sie eine halbe Stunde spazieren. Rituale sind hervorragend geeignet, um zur Ruhe und zum Schlafen zu kommen.

Anregende Getränke und Essen vor dem Schlafengehen vermeiden

Nikotin oder Koffein hindern viele Menschen am Schlafen. Auch Alkohol ist entgegen der Vorstellung vieler als Schlummertrunk ungeeignet. Man schläft vielleicht schneller ein, wacht aber meist nach kurzer Zeit wieder auf und hat zudem nur einen leichten Schlaf. Auch bestimmte Medikamente können am Schlafen hindern. Fragen Sie Ihren Hausarzt, wenn Sie unter wiederholten Schlafstörungen leiden und Medikamente nehmen. Hunger hindert übrigens am Einschlafen ebenso wie ein voller Magen.

Tipp: Der Mittagsschlaf wird wieder geschätzt. Wer in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr eine halbe Stunde lang schlafen kann, lebt gesünder, ist leistungsfähiger und braucht nachts weniger Schlaf.

Auf die Umgebung kommt es an

Eine laute Umgebung, Verkehrslärm oder der nicht ausgeschaltete Fernsehapparat als Geräuschkulisse beeinträchtigen den tiefen, erholsamen Schlaf. Am günstigsten ist ein Schlafzimmer, in dem es ruhig und dunkel ist und in dem eine angenehme Raumtemperatur herrscht. Die Raumtemperatur sollte deutlich kühler als im Wohnbereich sein, aber nicht zu kalt. Zum Schlafen sind ca. 16 bis 18°C zu empfehlen. Außerdem sollten Sie für frische Luft sorgen, d. h. vor dem Schlafengehen noch einmal 10 Minuten lang durchlüften. Während des Nachtschlafs ist es allerdings ratsam, die Fenster geschlossen zu halten. Vor allem Allergiker, die in der Stadt leben, sollten bei geschlossenem Fenster schlafen, denn in den Städten sind in den frühen Morgenstunden besonders viele Pollen unterwegs.

Regelmäßigkeit und Rhythmus sind wichtig

Ein regelmäßiger Tages und Schlafrhythmus gewöhnt den Körper an Ruhe- und Wachphasen und erleichtert das Einschlafen. Trotzdem sollten Sie sich nicht um eine bestimmte Uhrzeit zum Schlafen zwingen wollen. Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie auch richtig müde sind. Wer unbedingt einschlafen will, bleibt eher noch länger wach. Andererseits hilft ein bewährter Trick beim Einschlafen. Versuchen Sie, unter keinen Umständen einzuschlafen vielleicht geht es Ihnen wie vielen anderen: Der "Befehl", wach zu bleiben, erzeugt bleierne Müdigkeit.

Tipp: "Auf Vorrat schlafen" kann man sowieso nicht, lediglich kann der Körper ausruhen. Am besten schläft man, wenn man sich am Tage körperlich etwas angestrengt hat. Ein langer Spaziergang, leichte Gartenarbeit oder Fahrradfahren fördern den gesunden Schlaf. Sport, am Abend betrieben, indessen kann das Gegenteil bewirken: Man wird wach und aktiv anstatt müde.

Die richtige Unterlage

Wie man sich bettet, so liegt man, sagt ein Sprichwort. Dies trifft insbesondere auf die Matratze und den Lattenrost, auf dem man ruht, zu. Eine gute Matratze sollte nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein. Denn um Hüftbeschwerden während der nächtlichen Schlafphase zu vermeiden, sollten Rücken, Hüfte und Oberschenkel einen annähernd gleichwertigen Druck auf der Matratze erzeugen. Meist sind es "Seitenschläfer", die unter Hüft-Problemen zu leiden haben. Wer morgens immer wieder mit Hüft oder Rückenschmerzen aufsteht, für den kann eine Änderung des Bettes die Lösung sein.

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