Thrombosen durch Flugreisen
 


Das Economy-Class-Syndrom

Jeder hat es schon erlebt: nach langem Sitzen im Flugzeug oder Auto schwellen die Beine an und die Füße passen kaum noch in die Schuhe. Das sind Anzeichen für einen Blutstau in den Venen. Der Blutfluss wird langsamer - die Gefahr der Blutgerinnung steigt. Kommt es zur Thrombose, kann sich unbemerkt ein Gerinnsel lösen. Es wandert in die Lunge, wo es eine lebensbedrohliche Lungenembolie auslösen kann. In den ersten 12 bis 24 Stunden nach Auftreten kann eine Thrombose zur Abheilung gebracht werden. Zeigen sich bei Ihnen Thrombosesymptome, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf informieren ihn über geplante Reisen.

Alarmsignale für eine Thrombose:

- Schmerzen in der Wade bis zur Leiste
- Schmerzen beim Gehen
- Beinschwellung
- Spannungen und Druckempfindlichkeit im ganzen Bein

Erhöhtes Risiko einer Thrombose besteht bei Schwangerschaft, Krampfadern, Venen-Schwäche, Gipsbein, Rauchern, Herz- oder Lungenkranken und Passagieren, die schon Thrombose hatten.


Mit »TBS« Flugreise-Thrombosen verhindern

Schon mit einfachsten Gegenmaßnahmen können Sie der Thrombose wirksam vorbeugen. Das sogenannte Touristen-Klasse-Syndrom hat dann keine Chance mehr.

1. Trinken: Bei einem Langstreckenflug kann der Körper mehrere Liter Flüssigkeit verlieren. Dadurch verdickt und staut sich das Blut in den Venen. Diesen Mangel müssen Sie unbedingt ausgleichen. Trinken Sie während des Fluges ausreichend Wasser oder Fruchtsäfte. Alkohol sollte gemieden werden, er dehydriert den Körper zusätzlich.

2. Bewegen: Durch das Sitzen im Flugzeug sind die Venen in der Leiste und in den Kniekehlen lange Zeit geknickt. Das Blut fließt dadurch langsamer - Blutstau ist die Folge. Stehen Sie mindestens ein mal pro Stunde auf und vertreten sich die Beine.

Wenn sich die Muskeln anspannen, drücken diese die Venen zusammen. Dadurch wird das Blut zum Herzen gepresst. Ein ahnliches Resultat erreichen Sie, wenn Sie im Sitzen die Fersen vom Boden heben. Dadurch spannen sich die Wadenmuskeln - die Muskelpumpe wird aktiviert, der Blutstau wird verringert.

3. Stützen: Wenn es die Muskelpumpe nicht mehr schafft und sich Blut in den Beinen staut, braucht sie Unterstützung von außen. Stützstrümpfe stabilisieren die geweiteten Venen und drücken diese zusammen. So kann das Blut schneller fließen - das Thrombose-Risiko wird minimiert. Reisende, die erhöhtes Risiko haben, sollten die Stützstrümpfe auch noch zwei Tage nach dem Flug tragen. Entwarnung für Modebewusste: Moderne Stützstrümpfe sind sportlich und elegant und unterscheiden sich optisch kaum noch von normalen Kniestrümpfen.

Hier finden Sie ähnliche Themen:


Die heilende Kraft der Seeluft

Empfehlungen für die Reiseapotheke

Empfehlungen für Reiseimpfungen

Schutz vor Infektionen auf Reisen