Welche Informationen enthält die Packungsbeilage ?
 


Da bei der Einnahme von Medikamenten dem Nutzen auch immer ein gewisses Risiko gegenübersteht, sollten Sie sich in jedem Fall vom Arzt oder Apotheker gut beraten lassen. Das gilt ebenso für Anwendungsdauer, -häufigkeit und Dosierung. Zusätzlich können Sie sich auch selbst durch genaues Lesen der Packungsbeilage über das entsprechende Medikament informieren. Der Inhalt und Aufbau der Packungsbeilage ist genau festgelegt, z.B. müssen alle Nebenwirkungen aufgeführt werden, auch die nur äußerst seltenen.

Diese Bezeichnungen werden bei den Häufigkeitsangaben der Nebenwirkungen verwendet:

  • häufig = mehr als 10%
  • gelegentlich = 1 - 10%
  • selten = weniger als 1%
  • sehr selten = weniger als 0, 1 %
  • Einzelfälle = Einzelfallmeldungen, noch nicht auswertbar

Unbedingt zu beachten ist die Rubrik der Gegenanzeigen (Kontraindikationen). Hier wird angegeben, wann ein Medikament unter keinen Umständen genommen werden darf. So stellt beispielsweise eine Schwangerschaft oder eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion eine Gegenanzeige für bestimmte Arzneimittel, wie z.B. starke Schmerzmittel dar.

Falls Sie mehrere Medikamente zugleich einnehmen, muß vorher sichergestellt sein, dass sich diese nicht wechselseitig negativ beeinflussen, d.h. sich gegenseitig abschwächen oder verstärken. Dies gilt auch für Nahrungs- und Genußmittel (Kaffee, Zigaretten und Alkohol). Nehmen Sie mehrere Medikamente ein, ist also auch der Punkt „Wechselwirkungen" in der Packungsbeilage zu beachten.

Unabhängig davon, ob Ihr Medikament durch den Arzt verordnet wurde oder ob Sie es selbst ausgesucht haben, Sie sollten sich gut darüber informieren. Je mehr Informationen Sie haben, desto gezielter und sicherer können Sie Ihre Medikamente einsetzen. Ärzte und Apotheker sind dabei Ihre wichtigsten Ansprechpartner. Verlassen Sie sich nicht auf den Rat von Laien. Bei gleichen Beschwerden muß nicht das gleiche Medikament für jeden Patienten gleich gut geeignet sein Bei allen ernsthaften oder chronischen Erkrankungen oder wenn die Selbstmedikation erfolglos bleibt, ist der Gang zum Arzt unumgänglich !