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Draußen ist Schmuddelwetter und wir sehnen uns nach kuscheliger Wärme. Dieses wohlige Gefühl kann Ihnen die Sauna für ein paar Stunden geben. Die Wohltaten dieses "Schwitzkastens" entdecken immer mehr Menschen: Mehr als 23 Millionen Deutsche saunieren regelmäßig. Wohlbefinden und das Abhärten gegen Erkältungskrankheiten sind die Hauptgründe für den Gang in die Sauna.
Die Stärkung der Abwehrkräfte Wirkung lässt sich medizinisch erklären: Durch die eingeatmete heiße Luft werden die Schleimhäute besser durchblutet, die Sekretabsonderung kommt regelrecht in Fluss. Das kurbelt wiederum die Produktion aktiver körpereigener Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren an. Auch Herz und Kreislauf kommen beim Schwitzen richtig in Schwung. Die Arterien werden geweitet, so dass der Herzmuskel beim Hinauspumpen des Blutes gegen einen geringeren Widerstand arbeiten muss. Das Herz selbst wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Leichter bis mittelschwerer Bluthochdruck kann durch regelmäßiges Saunieren gesenkt oder gar normalisiert werden. Das fand Dr. Hans Joachim Winterfeld, Dozent an der Klinik für Herzchirurgie der Berliner Charite, in einer Studie heraus.
Bei diesen Erkrankungen ist Vorsicht geraten
Der krasse Temperaturwechsel tut Menschen mit leichter Venenschwäche und Krampfadern gut. Bei einem schweren Venenleiden sollte jedoch ein Arzt befragt werden. Das gilt auch für Rheumatiker und Asthmatiker, die möglichst nur dann in die Sauna gehen sollten, wenn ihre Erkrankung nicht in einem akuten Stadium ist. Ganz meiden müssen Sie die Sauna, wenn Sie bereits bei leichter körperlicher Anstrengung Herzrasen bekommen, eine Herzschwäche oder eine andere Herzerkrankung haben. Auch bei Nierenproblemen ist eher vom Saunieren abzuraten. Wenn Ihre Harnstoffwerte erhöht sind (oft verbunden mit Nierensteinen), ist ein gelegentlicher Saunabesuch jedoch erlaubt, weil Schwitzen die Harnstoffspiegel im Blut günstig beeinflusst. Bei akuten Entzündungen der Haut oder im Körper kann die Sauna eher schaden als nützen. Dies gilt auch für grippale Infekte.
So schwitzen Sie richtig
Regelmäßiges Saunieren ist nicht nur eine Angelegenheit für kalte Tage. Erst wenn Sie mindestens einmal wöchentlich Dampf ablassen, kann Ihr Immunsystem durch die gesunden Wärme-Kälte-Reize gestärkt werden. Wer seltener in die Sauna geht, belastet eher sein Immunsystem und seinen Kreislauf. Einige Tipps sollten Sie für ein gesundes Schwitzvergnügen beherzigen:
- Wenn Sie das erste Mal eine Sauna besuchen, lassen Sie sich von dem Personal zeigen, wie Sie richtig saunieren. Achten Sie während des Aufenthaltes auf Ihr persönliches Wohlbefinden. Alte Saunahasen halten mehr aus.
- Ruhen Sie sich zwischen den Saunagängen aus. Mindestens doppelt so lange, wie die Schwitzzeit gedauert hat.
- Gehen Sie nicht hungrig in die Sauna. Denn wenn der Blutzucker zu stark absinkt, kann Ihnen schwarz vor Augen werden, schlimmstenfalls können Sie umkippen.
- Trinken Sie viel calcium- und magnesiumreiches Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte, um die ausgeschwitzten Mineralstoffe zu ergänzen. Trinken Sie möglichst erst nach dem Saunaaufenthalt, da sonst der Effekt des Entschlackens unterbleibt.
- Wenn Sie eine Erkältung haben, sollten Sie die Sauna meiden, bis die Symptome wieder abgeklungen sind.
- Machen Sie maximal drei Durchgänge von jeweils höchstens 15 Minuten.
- Massieren Sie Ihren Körper zu Beginn des Saunierens mit einem Luffa-Handschuh. Das entfernt abgestorbene Hautschuppen und regt die Durchblutung an.
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