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Olivenöl verringert das Risiko eines Herzinfarktes
Millionen Deutsche machen jedes Jahr Urlaub am Mittelmeer und genießen das gute Essen von Italienern, Griechen, Spaniern und Türken. Obwohl die mediterrane Küche in unseren Breiten immer mehr Anhänger findet, wissen die wenigsten, dass sie nicht nur lecker, sondern auch gesund ist.
Die Mittelmeerküche verwendet für ihre Gerichte viel frisches Gemüse, Fisch und mageres Fleisch - Zutaten, die fettarm und deshalb leichter bekömmlich sind als einheimisches Eisbein und Currywurst. Als wichtigste Fettquelle dient Olivenöl. Dass Essen und Trinken wie "Gott in Italien" gesundheitsfördernd ist, zeigen auch verschiedene Studien. Forscher aus den USA haben in der Seven Country Study die Bevölkerung sieben verschiedener Länder in Bezug auf die Erkrankungszahlen an koronaren Herzkrankheiten miteinander verglichen. Das Ergebnis: Die Herzinfarktrate auf Kreta, einer Insel, auf der ausschließlich mediterrane Kost zubereitet wird, ist zehnmal niedriger als in Finnland, wo sich die Menschen hauptsächlich von tierischen Fetten ernähren.
Unterscheide bei den Fettsäuren
Die Forscher konnten nachweisen, dass dieses Ergebnis auch mit den unterschiedlichen Gehalten an Fettsäuren in den verwendeten Ölen zusammenhängt. Herkömmliches Pflanzenöl besteht zum großen Teil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese lassen den für die Gesundheit problematischen Cholesterinwert ansteigen und erhöhen dadurch das Risiko, an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken. Auch Übergewicht und Diabetes können die Folge eines erhöhten Cholesterinwertes sein. Die wichtigste Fettsäure des Olivenöls dagegen ist die Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure. Diese Säure senkt den Cholesterinwert und verringert so das Risiko, an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken.
Natürlich gibt es auch zwischen den einzelnen Olivenölen erhebliche Unterschiede, die sich in Geschmack, Preis und Qualität niederschlagen. Deshalb gilt: Sonderangebote zurückhaltend genießen; ein sehr niedriger Preis kann auf eine geringere Qualität schließen. Beim Kauf von Olivenöl sollten Sie außerdem auf die Herstellungsart achten: Kaltgepresstes Olivenöl ist qualitativ besonders hochwertig, weil durch dieses schonende Pressverfahren keine Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Außerdem enthält kaltgepresstes Olivenöl einen geringeren Anteil an freien Fettsäuren, die den reinen Geschmack beeinträchtigen können.
Olivenöl bei allen Speisen verwendbar
Es empfiehlt sich deshalb, Olivenöl nicht nur bei südländisch inspirierten Gerichten zu benutzen. Sie können es ebenso für "konventionelle" Speisen, wie Salate oder Bratkartoffeln, einsetzen. Vielleicht braucht es eine gewisse Zeit, bis Sie sich an den Geschmack des Olivenöls gewöhnt haben. Aber wer Olivenöl einmal schätzen gelernt hat, wird so schnell nicht mehr darauf verzichten wollen - und leistet zudem einen schmackhaften Beitrag zur Erhaltung seiner Gesundheit.
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