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Viele Männer scheinen dem Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" immer noch zu vertrauen. Denn nur wenige gehen zur Krebsvorsorgeuntersuchung, die jedem Mann nach dem 44. Geburtstag einmal jährlich zusteht. Seit 1971 können Männer die ärztliche Krebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen; wahrgenommen wird sie leider nur von wenigen. So gingen im Jahr 2000 nur elf Prozent der anspruchsberechtigten Männer zum Vorsorge Check. Im vergangenen Jahr stieg die Quote leicht an: Zwölf Prozent der Männer gingen nach ihrem 44. Geburtstag zur Krebsvorsorge. Wie wichtig jedoch die regelmäßige Kontrolle ist, zeigt eine andere Zahl. Allein im Jahr 1998 erkrankten laut Krebsstatistik des Robert Koch Instituts 31.000 Männer neu an Prostatakrebs. Damit ist dieser Krebs gegenwärtig der häufigste Tumor des Mannes.
Nehmen Sie Ihre Chance wahr
Die größte Rolle im Kampf gegen den Krebs spielt nach wie vor die Früherkennung: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Ziel der Vorsorgeuntersuchung ist es deshalb, auch kleinste Organveränderungen möglichst früh zu erkennen. Im Mittelpunkt der Krebsfrüherkennung für Männer stehen der Dickdarm, die Prostata, die äußeren Genitalorgane und die Haut. In einem frühen Stadium erkannt, sind Prostata und Hodenkrebs zu über achtzig Prozent, Darmkrebs ist bis zu fünfundachtzig Prozent und Hautkrebs in über neunzig Prozent der Fälle heilbar.
Die Krebsvorsorge für Männer bieten in der Regel praktische Ärzte, Internisten oder Urologen an. Zu Beginn nimmt sich der Arzt Zeit für ein Gespräch; er wird gezielt Fragen zur Krankengeschichte und zu möglichen Krankheitserscheinungen stellen. Bei der anschließenden gründlichen Untersuchung der einzelnen Organe sucht der Arzt durch Beobachtung und Abtasten nach Unregelmäßigkeiten und auffälligen Veränderungen. Außerdem beinhaltet die Krebsvorsorgeuntersuchung einen Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl.
Sicherheit durch jährliche Untersuchungen
Nehmen Sie sich einmal im Jahr Zeit für diese unkomplizierten und schmerzlosen Untersuchungen. In den meisten Fällen werden Sie die Praxis Ihres Arztes mit dem guten Gefühl verlassen, dass Sie gesund sind. Sollte Ihr Arzt Hinweise auf eine Erkrankung finden, war der Vorsorge Check erst recht der richtige Weg. Dann kann Ihr Arzt sofort eine Behandlung einleiten oder Sie an einen Fachkollegen überweisen.
Scheuen Sie sich nicht, auch "außer der Reihe" zum Arzt zu gehen, wenn Sie Beschwerden wie Verdauungs und Schluckstörungen, schlecht heilende Wunden, unerklärlichen Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Veränderungen beim Wasserlassen und Stuhlgang, ungewöhnliche Blutungen, Verdickungen oder Knoten, oder dauernden Husten und Heiserkeit haben. Dies müssen keine Anzeichen für eine Erkrankung sein, aber sicher ist sicher.
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