| Knoblauch - Knolle mit gesunden Zehen | |
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Einerseits erfreut sich die scharfe Knolle aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkungen größter Beliebtheit, andererseits ist sie wegen ihres strengen Geruchs bei empfindlichen Nasen verpönt. Über sieben Millionen Menschen nehmen in Deutschland regelmäßig Knoblauchpräparate ein. Die Popularität des Knoblauchs wird darauf zurückgeführt, dass die meisten Anwender eine rasche und spürbare Besserung ihres Allgemeinbefindens feststellen. Knoblauch mit wissenschaftlichem Namen Allium sativum findet seit Menschengedenken nicht nur als Gewürzpflanze, sondern auch als Heilpflanze Verwendung. Knoblauch hat seit Jahrtausenden einen festen Platz in der Medizin. Schon 1550 vor Christus galt er als fester Bestandteil in verschiedensten Heilrezepturen, die Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzprobleme, Bisse, Wurmbefall oder Tumoren heilen sollten. Freie Bahn für das Blut In der Neuzeit entdeckte Louis Pasteur dessen antibakterielle Wirkung, so dass er als eine Art Antibiotikum zum Schutz vor Infektionskrankheiten eingesetzt wurde. Heutzutage stehen andere Vorzüge des Knoblauchs weit mehr im Vordergrund: Er wirkt als Waffe im Kampf gegen die häufigste Todesursache in Deutschland: die Herz-Kreislauf Erkrankungen. Die positiven Effekte des Knoblauchs auf das Herz Kreislauf System sind unumstritten. Der regelmäßige Verzehr von Knoblauch verbessert die Durchblutung und beugt der Bildung schädlicher Blutgerinnsel vor, indem er das Verklumpen der Blutplättchen hemmt. Er ist deshalb zur Infarktvorbeugung geeignet. Weiterhin verhindert er, dass sich schädliche Fettbestandteile im Blut an den Arterienwänden anlagern und sorgt für deren rasche Ausscheidung. Der regelmäßige Knoblauchgenuss ist also ein wirksames Mittel gegen Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Wirkung auf Blutfettwerte Lange Zeit wurde dem Knoblauch zusätzlich noch eine den Blutfettspiegel (Cholesterin) senkende Wirkung nachgesagt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen mit Knoblauchpräparaten sind jedoch sehr uneinheitlich. Manche Studien belegen dies tatsächlich, andere dagegen können keinen Effekt nachweisen. So sollte dieser Aspekt bis zum Ergebnis neuerer detaillierter Untersuchungen zunächst kritisch betrachtet werden. Woher kommt der Geruch? Die unumstrittenen Wirkungen des Knoblauchs auf die Fließeigenschaften des Blutes beruhen im Wesentlichen auf den schwefelhaltigen Inhaltsstoffen. Diese entstehen erst, wenn man die Knoblauchzehe zum Beispiel durch Schneiden, Pressen oder Kauen zerkleinert. Dabei wird ein Enzym freigesetzt, das die anfangs geruchslose, unwirksame Substanz (Alliin) spaltet. Es entsteht die charakteristische geruchsintensive Verbindung (Allicin) und andere schwefelhaltige Stoffe, Sie sind die Ursache für die typischen Ausdünstungen über Haut und Mund, entfalten aber auch im Körper die gesundheitsfördernden Wirkungen. Frisch oder als Pille Je nach Sorte und Herkunft kann der Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen in frischem Knoblauch stark schwanken. Deswegen wurden alle wissenschaftlichen Untersuchen, die die Wirksamkeit belegen, nicht mit frischem sondern mit so genannten standardisierten Knoblauchpräparaten durchgeführt. In ihnen liegen die wichtigsten Inhaltsstoffe in gleichbleibend hohen Mengen vor. Die Wissenschaftler haben dabei herausgefunden, dass die tägliche Einnahme von 600 bis 900 mg eines Knoblauchmedikamentes ausreicht, um die gewünschten Wirkungen zu reichen. Die Qual der Wahl Leider sind diese schwefelhaltigen Inhaltsstoffe sehr instabil. Dies führt dazu, dass verschiedene Knoblauch Zubereitungen, die als pflanzliche Arzneimittel angeboten werden, kaum miteinander vergleichbar sind. Je nach Art des Produktionsverfahrens können aus der Knolle Präparate ganz unterschiedlicher Qualität, Wirksamkeit und Verträglichkeit gewonnen werden. Um hier mehr Sicherheit zu bieten, lassen einige Herstellers ihre Produkte eigens untersuchen. Bei der Auswahl der Produkte sollten Sie sich in der Apotheke beraten lassen. www.arztnetzberlin.de - Ärzte schnell und komfortabel finden |